Die Vulkaneifel rund um’s Pulvermaar

Wandel von der Natur- zur Kulturlandschaft seit der Eiszeit

Eine geführte Wanderung durch die Landschaft zwischen Gillenfeld und Immerath mit Dr. Frank G. Fetten, Prähistoriker.

Das linksseitige Rheinland ist die älteste Kulturlandschaft Deutschlands. Seit mehr als zwei Jahrtausenden durchgängig intensiver Besiedelung ist die ursprüngliche Natur nur noch stellenweise zu erahnen. Immer stärker greift der Mensch in diese Natur ein, insbesondere seit den letzten 3 Generationen. Den Blick zu schärfen, was in unserer Umwelt noch „unberührt“ ist (oder nur scheint?) und was die Moderne strukturell von den Wandlungen der Vergangenheit unterscheidet, das soll im Mittelpunkt unserer Gespräche während dieses Spazierganges stehen.

Die südliche Vulkaneifel rund um das Pulvermaar ist dabei besonders von Interesse: Denn Zum Einen treffen wir hier eine Kleinregion mit sehr hoher Dichte an jungen vulkani-schen Maaren an, welche im letzten Abschnitt des Eiszeitalters das Landschaftsbild entscheidend änderten und bis heute prägen. Zum Anderen belegen geobotanische & archäologische Zeugnisse die Anwesenheit des Menschen seit der Steinzeit, in keltischer & römischer Epoche, zur Zeit der Binnenkolonisation des hohen Mittelalters.

Wie der frühe Mensch den Vul-kanismus erlebt haben mag, wie nach Caesars Eroberung Galliens die ersten Römer die raue Eifel gesehen haben mögen, welche Rolle die Maare für die mittelalterliche Besiedelung spielten: Das sind reizvolle Fragen, die — ein Schuss Phantasie soll erlaubt sein! — während unseres Spazierganges beantwortet werden.

Stationen

  • Das Pulvermaar, das tiefste „Auge der Eifel“
  • Naturschutzgebiet Pulvermaar – Römerberg – Strohner Märchen
  • Das Strohner Märchen, ein geobotanisches Archiv der Vegetationsgeschichte
  • Blick auf den Wartgesberg, ein fast verschwundener Vulkankegel

Auf diesem Spaziergang durchschreiten wir gedanklich die Eifel von der Eiszeit bis in die Gegenwart. Die tiefe Vergangenheit, als die Maare entstanden und unsere Vorfahren noch das Rentier jagten, erfordert unsere Phantasie und die Bereitschaft, sich auf Überraschendes einzu- lassen. Es soll Spaß machen, die sichtbaren Elemente der Landschaft auf ihr Alter und ihre Entstehungsgeschichte hin zu betrachten.

Die Gegenwart sehen wir und übersehen sie zugleich, da sich unsere Blickwinkel zu oft auf das richten, was wir zu sehen erwarten (oder gar zu sehen wünschen). So ist es unerwartet schwer, den aktuellen Zustand unserer Landschaft danach zu beurteilen, was aus der Vorzeit ererbt und was erst eben geworden ist. Dieses Gemenge aus Natur & Kultur, aus Gestern & Heute soll im lockeren Gespräch erläutert werden. Ausgangs- punkt ist dabei immer das, was wir am Wegesrand sehen, unterwegs im „Land der Maare und Vulkane“.

Angebot

Im Umfang flexibler Spaziergang durch die Landschaft rund um das Pulvermaar: minimal 4 km (2 Stdn.) [Ausweitung auf maximal 8 km (4-5 Stdn.) nach Absprache möglich].

Je nach Wetterlage, Zeitvorgabe und Zusammensetzung der Gruppe behält es sich der Führer vor, eine passende Wegstrecke auszuwählen.

Schwierigkeitsgrad: leicht

Voraussetzungen: keine (festes Schuhwerk & gute Laune erwünscht)

Preis: € 8,– pro Erw., 5,– Jdl. (Kinder bis 10 Jahre frei)

Teilnehmerzahl: 4 bis maximal 20 Personen

Termine nach Vereinbarung

 


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